Nach dem Hype folgt die Arbeit

Kein Thema ist derzeit so durchgängig in allen Branchen präsent wie die Digitalisierung.

Inzwischen ist sie auch ein zentrales Thema der Politik; nicht nur der Ausbau der Netzinfrastruktur, auch die Rolle der künstlichen Intelligenz wird intensiv diskutiert. Ganz besonders steht auch die Steuerberatung im Fokus: Welche Auswirkung hat die Digitalisierung auf  den Berufsstand?

Digitalisierung: Unterschiedliche Reifegrade machen die Definition nicht einfach.

Im Jahr 2014 haben wir die Digitalisierung im Rahmen unserer move-on-Events zum Kernthema gemacht. Etwa ein Jahr später kam die Lawine ins Rollen: Heute gibt es kaum mehr eine Veranstaltung, in der das Thema nicht im Mittelpunkt steht, kaum einen Branchenkenner, der das Thema noch ausblenden kann. Insofern haben wir wohl entscheidend dazu beigetragen, dass „Digitalisierung“ ein Schwerpunktthema des Berufsstandes geworden ist.

Während die einen durch die Digitalisierung das Ende der Steuerberatung kommen sehen, sprechen die anderen von goldenen Zeiten. Tatsächlich findet ein Wandel statt, der beide Aspekte beinhaltet, sowohl Chancen als auch Risiken. Das ist jedoch nichts Neues. Denn seit jeher haben Steuerberater neue Technologien frühzeitig genutzt und sich deren Vorteile  erschlossen –  vor allem zur Steigerung der Effizienz und Qualität Ihrer Prozesse.

Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied zu allen bisherigen Transformationsprozessen: Der Wandel vollzieht sich in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit.

Daher ist Digitalisierung auch mehr als ein ITThema – ein wesentliches Erfolgsmerkmal ist der notwendige Kulturwandel im Unternehmen Kanzlei. Darin sehe ich die eigentlich große Herausforderung. Doch eines vorweg: Es ist noch nicht zu spät, aber es wird höchste Zeit, sich des Themas ernsthaft anzunehmen.

Nachdem der Hype um den Begriff „Digitalisierung“ inzwischen seinen Höhepunkt erreicht hat und jeder darüber spricht,  beginnt die Arbeit. Das gilt sowohl für die großen Software- und IT-Häuser als auch für die Steuerkanzleien. Wir und vermutlich alle namhaften Softwareanbieter forschen intensiv mit neuen Technologien zur weiteren Automation von Arbeitsprozessen. Noch geht nicht alles, was bereits am Markt versprochen wird. Eine Steuererklärung erstellt sich nicht komplett von selbst und von einer vollautomatisch erstellen Finanzbuchhaltung sind wir noch weit entfernt. Künstliche Intelligenz kann und wird in Zukunft deutlich mehr können und mehr Auffälligkeiten feststellen als heutige Prüfroutinen, im Endeffekt führt dies aber nicht zu weniger Beratungstätigkeit, sondern zu einer höherwertigen Beratung.

Als Softwarehaus stellen wir Ihnen Tools und Möglichkeiten zur Verfügung, damit Sie schrittweise manuelle Prozesse weiter automatisieren können und immer einen Schritt weiter sind als Ihre Mitbewerber. Dadurch gewinnen Sie mehr Zeit, um Ihre Mandanten ganzheitlich und  proaktiv zu beraten.
Nach dem Hype fängt auch bei Ihnen die Arbeit an. Dabei läuft nicht alles auf Anhieb so, wie man es sich wünschen würde

Mein Tipp für einen erfolgreichen Start in den Wandel der Unternehmenskultur:

Lassen Sie die Mitarbeiter/-innen, Kolleginnen und Kollegen „ran“, die Spaß daran finden, die neuen Möglichkeiten auszuprobieren. Das sind nicht unbedingt diejenigen, die über die größte Erfahrung in den bestehenden Prozessabläufen verfügen. Die Gefahr, jeden einzelnen Schritt zu vergleichen und zu vorschnellen Bewertungen zu kommen, ist Gift für den Wandel. Drücken Sie ein Auge zu, wenn nicht alles gleich von Beginn an wunschgemäß läuft. Unterm Strich wird es sich nachhaltig auszahlen.

Noch ein Tipp: die „7 Thesen zur Digitalisierung in der Steuerberatung“ erhalten Sie jetzt als kostenlosen Download. Exklusiv für Steuerberatungskanzleien. Einfach hier klicken….

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